Was tun im Falle einer Darmkrebserkrankung?

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In Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) Darmkrebs die zweithäufigste Krebsart bei Männern und Frauen. 2011 beispielsweise starben hierzulande rund 26.000 Menschen daran. Jährlich kommen etwa 73.000 Neudiagnosen hinzu, fast die Hälfte davon im fortgeschrittenen Stadium.  Im internationalen Darmkrebsmonat März fanden deshalb zahlreiche Veranstaltungen statt, die informieren und zur Vorsorge aufrufen. Doch trotz zunehmender Früherkenungszahlen wird immer noch bei 35.000 Patienten im Jahr fortgeschrittener Darmkrebs diagnostiziert.

 

Experten empfehlen: Bei Diagnose direkt testen

Neue Verfahren können helfen einzuschätzen, welche Behandlung bei einem Patienten im fortgeschrittenen Stadium erfolgreich sein könnte. So ist der so genannte RAS-Biomarker-Test bei fortgeschrittenem Darmkrebs eine einfache, nicht belastende Methode, um die optimale medikamentöse Therapie für den jeweiligen Patienten auszuwählen.  Dabei werden Gewebeproben des Tumors daraufhin untersucht, ob die RAS-Gene mutiert oder nicht-mutiert sind. Bei etwa 50 Prozent der Betroffenen liegen nicht-mutierte RAS-Gene im Tumor vor, man spricht vom sogenannten RAS-Wildtyp.

 

In diesen Fällen können zusätzlich zur Chemotherapie bestimmte EGFR-Antikörper wirksam sein. Diese EGFR-Antikörper können das Wachstum von Krebszellen hemmen, deren Ausbreitung in gesundes Gewebe mindern und die Ansprache auf die Chemotherapie verbessern.  Experten empfehlen deshalb die standardmäßige Anwendung des Tests bei Darmkrebspatienten. Für Patienten mit mutierten RAS-Genen liegen andere Optionen vor. Mehr Informationen dazu gibt es unter www.onkologiepartner.de. Es gibt flächendeckend in Deutschland zertifizierte pathologische Zentren, die den Test durchführen können. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen. (djd).

 

Vorsorge ist das A und O

–           Gesunder Lebensstil mit Bewegung und ausgewogener Ernährung

–           Regelmäßige Vorsorge-Koloskopie für Männer und Frauen ab 55 Jahren

 

Im Falle einer Darmkrebserkrankung

–           Interdisziplinäre Behandlung in einem spezialisierten Zentrum: Ärzte verschiedener Disziplinen entscheiden gemeinsam über die beste Therapiestrategie (etwa Gastroenterologe, Onkologe, Chirurg, Strahlentherapeut)

–           Durchführung des RAS-Biomarker-Tests zur Auswahl der optimalen Therapie(djd).

 

 

 

 

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